Der Frosch im Kochtopf und die Steuerschraube

Der Frosch im Kochtopf, oder wie der Staat seine Einnahmen erhöht ohne das jemand schreit

Ein Frosch, der in einen Topf mit heissem Wasser fällt, springt sofort wieder heraus. Ein Frosch dagegen, der in einem Topf mit kaltem Wasser sitzt, dessen Temperatur ständig durch Erhitzung der Herdplatte erhöht wird, bleibt in dem sich erwärmenden Wasser bis zum Siedepunkt. Der Zeitpunkt zu springen wird einfach nicht mehr wahrgenommen.

Warum wehrt sich niemand gegen zu hohe Steuern und Abgaben?

Im Mittelalter war zwischen den Herrschern und dem Volk eine simple Vereinbarung Usus. Die Bevölkerung hatte für die Verwaltung 1/10 Ihres Einkommens abzugeben. Der sogenannte Zehnte. Der Begriff Zehnt, bezeichnet eine etwa zehnprozentige traditionelle Steuer in Form von Geld oder Naturalien an eine religiöse (z. B.: Tempel, Kirche) oder weltliche (König, Grundherr) Institution.

Diese Regel wurde über viele Generationen im Grossen und Ganzen so beibehalten. Die erste schriftliche Erwähnung findet man in den mosaischen Gesetzen der Genesis.

Die Erhöhung der Steuern und Abgaben sollte immer nur in kleinen Schritten erfolgen. Das ist die wichtigste Lektion, die Politiker von Beginn an lernen. Wird der Druck auf die Steuerzahler jedes Jahr ein wenig erhöht, ist die gefühlte Belastung immer unter dem Punkt, wo der Frosch aus dem heissen Topf springt.

 

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