EU-Steuerrückbehalt für 2013 beträgt 510 Millionen Franken

510 Millionen Euro Steuern aus Zinseinnahmen an die EU

Eidgenössisches Finanzdepartement EFD

Medienmitteilung vom 30.6.2014

Der Bruttoertrag aus der Erhebung des Steuerrückbehalts auf Zinserträgen von EU-Steuerpflichtigen in der Schweiz für das Steuerjahr 2013 beträgt 510,1 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 615,4 Millionen Franken.

Gemäss dem Zinsbesteuerungsabkommen mit der Europäischen Union (EU), das seit 1. Juli 2005 in Kraft ist, wurde ab 1. Juli 2008 ein Steuerrückbehalt von 20 Prozent erhoben, und seit 1. Juli 2011 gilt der Höchstsatz von 35 Prozent. Der Ertrag fällt zu 75 Prozent an die begünstigten Mitgliedstaaten. 25 Prozent verbleiben der Schweiz, wovon 10 Prozent den Kantonen zustehen.

Die Zahlungsfrist für die im Laufe des letzten Jahres von den schweizerischen Zahlstellen einbehaltenen EU-Steuerrückbehalten auf Zinszahlungen zu Lasten von natürlichen Personen, die in EU-Mitgliedstaaten wohnen, lief am 31. März 2014 ab. Der Bruttoertrag teilt sich wie folgt auf: An die EU-Mitgliedstaaten werden 382,6 Millionen überwiesen, der Anteil der Schweiz beträgt 127,5 Millionen Franken. Davon gehen 114,8 Millionen Franken an den Bund und 12,7 Millionen Franken an die Kantone.

Das Abkommen sieht zudem vor, dass die Empfänger von Zinszahlungen zwischen dem Steuerrückbehalt und einer freiwilligen Meldung an die Steuerbehörden wählen können. Insgesamt gingen für 2013 rund 98’000 Meldungen ein.

Die Aufteilung dieser Meldungen auf die verschiedenen EU-Mitgliedstaaten wird nächstens auf der Website der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) publiziert unter:

www.estv.admin.ch

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