Aufenthaltsbewilligung & Niederlassung

Die wichtigsten Aufenthaltsbewilligungen auf einen Blick

Es besteht in der Schweiz keine Trennung zwischen Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung. Es bestehen jedoch verschiedene Bewilligungstypen, jeweils basierend auf der Gültigkeitsdauer. Für ausländische Arbeitskräfte gilt ein duales System. Angehörige aus den EU-/EFTA-Staaten erhalten durch das Personenfreizügigkeitsabkommen bewilligungsfreien Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Angehörige aus Nicht-EU-Staaten unterliegen der Bewilligungspflicht.

Aufenthaltsbewilligung für Länder der EG/EFTA

Staatsangehörige aus EU-/EFTA Ländern sind durch die “bilateralen Abkommen” zwischen der Schweiz und der EU (Europäischen Union) über den freien Personenverkehr (Freizügigkeitsabkommen) vom Arbeitbewilligungsverfahren befreit. Mit einem Schweizer Arbeitsvertrages erhalten sie beim Einwohnermeldeamt der jeweiligen Wohnortgemeinde eine entsprechende Aufenthalts-/Arbeitsbewilligung. Eine Ausnahme gab es nur für Staatsangehörige der neuen EU-Beitrittsländer, die aber nun mit Verstreichen der Übergangsfrist per April 2011 nicht mehr gilt.

Aufenthaltsbewilligung für Drittstaat-Angehörige

Wenn Staatsangehörige aus Nicht-EU-Staaten eine Erwerbstätigkeit ausüben wollen, ist dies grundsätzlich bewilligungspflichtig. Ein entsprechendes Bewilligungsgesuch wird normalerweise vom Arbeitgeber bei der kantonalen Bewilligungsbehörde eingereicht. Der Arbeitgeber muss in der Lage sein, einen Nachweis zu erbringen, dass trotz seiner Bemühungen eine geeignete Arbeitskraft im Inland zu rekrutieren, keine qualifizierte Person gefunden werden konnte.

 

Ausweis B EG/EFTA (Aufenthaltsbewilligung)

Ausweis C EG/EFTA (Niederlassungsbewilligung)

 

Ausweis Ci EG/EFTA (Aufenthalt & Erwerbstätigkeit)

Ausweis G EG/EFTA (Grenzgängerbewilligung)

Ausweis L EG/EFTA (Kurzaufenthaltsbewilligung)

Anmeldung von Neuzugezogenen

Neuzugezogene müssen sich innert acht Tagen beim Einwohnermeldeamt ihres Wohnortes anmelden; in der Stadt Zürich sind dies die zuständigen Kreisbüros. EU-/EFTA-Bürger benötigen dazu einen gültigen Pass oder eine Identitätskarte, zwei Passfotos, eine Arbeitsbescheinigung (Kopie des Arbeitsvertrags) des Arbeitgebers sowie eine Wohnungsbescheinigung (Kopie des Mietvertrags) des Vermieters. Nicht-EU-/EFTA-Staatsangehörige benötigen zusätzlich eine Aufenthalts-/Arbeitsbewilligung.

Übersiedlungsgut

Als persönliches Übersiedlungsgut gelten Haushaltgegenstände, ebenso wie allfällige Sammlungen, Tiere oder Fahrzeuge. Diese können unter Berücksichtigung der entsprechenden Zollformalitäten abgabenfrei in die Schweiz eingeführt werden. Einzige Voraussetzung: die eingeführten Gegenstände müssen während mindestens sechs Monaten vor der Einfuhr in persönlichem Besitz gewesen sein und nach der Einfuhr weiterhin persönlich genutzt werden.

Fahrzeuge

Fahrzeuge aus den EU-/EFTA-Staaten (Auto, Motorrad) können problemlos in die Schweiz eingeführt und während zwölf Monaten mit ausländischen Kontrollschildern genutzt werden. Nach Ablauf dieser Frist müssen die Fahrzeuge in der Schweiz registriert werden. Fahrzeuge aus den Nicht-EU-/EFTA-Staaten müssen bei der Einfuhr verzollt und gegebenenfalls technisch angepasst werden.

Haustiere

Hunde und Katzen können ohne Bewilligung eingeführt werde, sofern sie mindestens 30 Tage und maximal ein Jahr vor der Einreise gegen Tollwut geimpft wurden. Andere kleinere Tiere wie beispielsweise Vögel oder Meerschweinchen benötigen keine Impfung. Bewilligungspflichtig, teilweise auch verboten, sind die Einfuhr und das Halten von exotischen, vom Washingtoner Artenschutzabkommen geschützten Tieren.

Hausangestellte

Hausangestellte unterliegen den gleichen Aufenthalts-/ Arbeitsbewilligungs-bestimmungen wie deren Arbeitgeber. Die Anstellung eines «Au pair» ist bewilligungspflichtig und auf eine Dauer von maximal 18 Monate beschränkt. In der Schweiz sind lediglich Au pair-Angestellte aus den EU-/EFTA-Staaten und Nordamerika (USA und Kanada) zugelassen.