Opera Winfrey und der “Täschliskandal”

Grosse Aufregung um das Shopping-Erlebnis von Opera Winfrey in Zürich. Rassismus, Snobismus oder nur mediale „Saure-Gurken-Zeit“?

Winfrey Opera die berühmteste amerikanische Fernsehmoderatorin, die zur Hochzeit ihrer Freundin in Zürich weilte, war mit Entourage zum Shopping auf der berühmten Zürcher Bahnhofstrasse unterwegs. Eine Handtasche von Tom Ford hatte ihre Aufmerksamkeit geweckt. Leider reagierte die italienische Verkäuferin der Nobel-Boutique nicht so prompt wie die Diva sich das vorstellte. Jetzt hat die Milliardärin bei Larry King Luft abgelassen und der Boutique Trois Pommes Rassismus vorgeworfen.
Handelt es sich hierbei nun um ein Beispiel von Rassismus oder einfach um ein Sprachproblem, sprich Missverständnis. Vieles an der Geschichte klingt einfach zu merkwürdig und selbst Opera Fans sind irritiert.

Opera Winfrey ist empört – Rassismus in der Schweiz

Die Verkäuferin zeigte Opera Winfrey eine Tasche a’ la Jennifer Aniston.  Opera Winfrey deutete auf ein weiteres Modell. “Die können Sie sich nicht leisten”, soll die italienische Boutique-Mitarbeiterin laut Winfrey zu der amerikanischen Talkmasterin gesagt haben, zu einer Kroko-Handtasche von Tom Ford für über 35’000 CHF. Tasche die weiter oben hinter Glas stand. Für die Milliardärin war dies eine Verweigerung ihr die Handtasche zu verkaufen. Wortlos und ohne weiteren Kommentar habe sie den Laden verlassen.
Ob und wie sich diese Szene in der Nobel-Boutique “Trois Pommes” in der Zürcher Bahnhofstrasse abgespielt haben soll ist heftig umstritten und es wird heftigst diskutiert, ob dieser Vorfall einen rassistischen Hintergrund hat.

Trois Pommes Besitzerin Trudi Götz bedauert Missverständnis – Tina Turner vermittelt

In einem Interview beteuert die Besitzerin der Luxus-Boutique, Trudie Götz, die ebenfalls zu Gast bei der Hochzeit von Tina Turner war und dort höchstwahrscheinlich auch Opera Winfrey getroffen oder zumindest gesehen hat, dass dies ein höchst bedauerliches Missverständnis war. Laut Trudie Götz habe die Verkäuferin beim Preis der 35.000 Franken (umgerechnet etwa 28.500 Euro) teuren Tasche Gewissensbisse gehabt und wollte der Kundin deshalb noch andere Modelle mit einem vorteilhafteren Preis-/Leistungsverhältnis anbieten wollen. Ihr einziger Fehler sei es wohl gewesen, das Stück nicht sofort aus dem Regal zu nehmen. “Vielleicht war ihr Englisch auch nicht ganz so gut wie das von Oprah.” Die italienische Verkäuferin habe es nur gut gemeint.
Dass der Vorfall durch zwei TV-Interviews an die Öffentlichkeit geriet, wirft weitere Fragen auf. Kann es sein, dass Opera Winfrey mit diesen Interviews eine ganz andere Strategie verfolgt und auf dies als PR-Kampagne für ihren neuen Film benutzt.

Opera Winfrey – Meisterin der Public Relations

Mit spektakulären Aktionen bringt sich die Talkmasterin mit grosser Regelmässigkeit selbst in die Schlagzeilen. Was auch immer die Diva sagt, die US-Zeitungen und Fernsehsender sind sofort zur Stelle. Das amerikanische Magazin Politico schreibt: „Wenn sich eine der berühmtesten schwarzen Amerikanerinnen über Rassismus in der Schweiz öffentlich beschwert, ist ihr ein Maximum an medialer Aufmerksamkeit sicher. Diese Strategie könnte sie nun als perfekte Werbung für ihren neuen Film «The Butler» ausgenutzt haben. Zu offensichtlich, dass ihre Berichterstattung über die Vorkommnisse genau in dem Interview vorkamen, in denen es eigentlich um den neuen Film ging.
Eines jedenfalls steht fest. Alle reden wieder über Opera und das Sommerloch ist gestopft.

Ausschnitt aus dem Opera Winfrey Interview bei Larry King

Ab der zweiten Minute geht es um die Züricher Handtasche.

 

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