Niedrige Steuern in der Schweiz

Irgendwann ist für jeden Unternehmer die Schmerzgrenze erreicht, an dem er die Abgabenquote nicht mehr akzeptiert, oder die Art und Weise, wie “sein” Staat mit ihm umgeht. Spätestens dann wird er seine begenzten Möglichkeiten prüfen, aber ggf. auch auch über den Tellerrand hinausschauen.Eines der stärksten Motive für eine Unternehmensgründung in der Schweiz ist zweifelsohne die besondere steuerliche Situation in der Schweiz. Wir möchten Sie ein wenig in die Besonderheiten einführen und Ihnen die Vorteile aufzeigen.

Einmalig – Steuerehrlichkeit wird vorausgesetzt

Aufgrund der niedrigen Steuertarife und der hohen Identität zum Land haben die Menschen hier nur selten die Neigung die Steuern in der Schweiz zu hinterziehen. Das jeweilige setzt Steueramt grundsätzlich auf Ihre Steuerehrlichkeit. So wird jeder Schweizer angehalten seine persönliche Steuererklärung abzugeben. Kein Arbeitgeber übernimmt bei Angestellten oder Arbeitern diese Aufgabe. Die Bezahlung der Steuern in der Schweiz ist ein höchst persönliche Angelegenheit. Für die Berehnung von Steuern von Privatpersonen hat das Eidgenössische Finanzdepartement einen Steuerrechner bereitgestellt.

Sie werden von den Steuerämtern nicht (wie in der EU üblich) von vorneherein als potentieller Steuersünder behandelt. Die Steuerveranlagung in der Schweiz basiert auf dem System der Selbstdeklaration, wonach jeder Steuerpflichtige einmal jährlich eine Steuererklärung einreichen muss. In der Regel liegt eine definitive Veranlagung wenige Monate nach Einreichen der vollständigen Steuererklärung vor.

Zuviel gezahlte Voraussteuer wird Ihnen wie bei einer Bank verzinst. Für zuwenig geleistete Vorauszahlung zahlen Sie einen Verzugszins. Zur Zeit wird auf Guthaben (zum Beispiel im Kanton Luzern) in der Regel 0.5% Zins erstattet, auf Verzug wird 5% Zins berechnet. Beim Bund sind es derzeit 0.5% bei voraus bezahlter Steuer und 3.0% auf Verzug.

Das Steueramt ist auf Ihrer Seite

Während in der ganzen Welt die Steuerbeamten recht rigeros versuchen soviel Steuern wie möglich aus den Bürgern zu ziehen, helfen Schweizer Steuerbeamte Ihnen dabei, eine für Ihr Unternehmen gute, steuerliche Lösung zu finden. Das ist Ihr Job, und Sie sind ihr Kunde. Schweizer Steuerbeamte wissen, eine Kuh kann nur dann Milch geben, wenn man sie pflegt. Dies drückt auch ein Zitat aus dem Steueramt Nidwalden schön aus: „Solange ein Unternehmen hier seinen Standort hat, sind wir quasi an dem Unternehmen beteiligt.“

Diese Vorgehensweise ist eine Folge des Schweizer Steuerwettstreites. Dazu müssen Sie wissen, dass die Steuern an drei Instituitionen gezahlt werden. An die Gemeinde, den Kanton und den Bund. Trotzdem ist es in der Gesamtheit immer noch wenig (zwischen knapp 11%  und 24% je nach Kanton). Würden Sie oder Ihr Unternehmen in einen anderen Kanton ziehen, würden der Kanton und die Gemeinde leer ausgehen. Und darüber ist sich das kantonale Steueramt bewusst.

Das Steuer-Ruling in der Schweiz

Wer bezüglich Steuern in Schweiz nicht sicher ist wie ein bestimmter Tatbestand zu versteuern ist, bespricht sich mit dem Steueramt. Gemeinsam wird eine Lösung entwickelt. Diese Vereinbarung, auch Ruling genannt, wird schriftlich festgelegt und ist für beide Parteien bindend.

Wirtschaftsförderung a la Suisse – Eigenkapitalförderung statt Steuersparmodell oder Subvention

Je nach Standort, Art der Unternehmenstätigkeit und Anzahl der neu zu schaffenden Arbeitsplätze werden Steuervergünstigungen gewährt, welche die Steuerbelastung während einer Anfangsphase von maximal 10 Jahren auf ca. 9% (und im Idealfall noch weniger) reduzieren. Statt Subventionen fördern die Kantone den Eigenkapitalaufbau in Ihrem Unternehmen.